Port Elizabeth

Tom geht weltwärts!


Der letzte Eintrag

24.08.2017

 

Seit nun etwas mehr als einer Woche bin ich nun wieder zurück in Deutschland. Natürlich möchte ich noch über meine letzten Erlebnisse in Südafrika berichten.

 

Teambuilding mit den Lehrern

Eine Woche vor Abreise sind wir mit dem gesamten Kollegium zum Bowlen gefahren. Für ausnahmslos alle Lehrer war es das erste Mal bowlen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden alle schnell besser und wir hatten eine Menge Spaß zusammen. Auch für den Zusammenhalt hat das noch viel gebracht. Im Anschluss haben wir alle zum Essen eingeladen. Auch hierbei haben wir die Lehrer und auch den Schulleiter nochmal etwas näher kennen gelernt.

 

Letzter Schultag

Für unseren letzten Schultag haben Leonie und ich uns etwas besonderes überlegt. Und zwar haben wir für alle 420 Kinder das Schulessen gekocht. Für so viele Menschen zu kochen war eine große Herausforderung und erforderte schon im Vorfeld eine Menge Planung. Wir haben uns entschieden Nudeln mit Bolognaise Soße zu kochen, da dies etwas ist, was eigentlich jeder mag, aber trotzdem viele Kinder nicht kannten. So haben wir im Großmarkt alle nötigen Zutaten eingekauft und in die Schule geschafft.

Da wir früh anfangen mussten mit dem Kochen waren wir auch sehr früh an der Schule und konnten so an der morgendlichen Vollversammlung aller Schüler und Lehrer teilnehmen. Als der Schulleiter erklärt hat, dass dies unser letzter Tag sei hat er uns nach vorne gebeten und ein paar nette Worte gesagt. Als er dann fragte ob von den Schülern auch jemand etwas sagen möchte, meldete sich ein Mädchen aus der 3. Klasse und und hat zu uns und allen Schülern auf Xhosa gesprochen. Der Schulleiter übersetzte für uns, dass alle Kinder sehr traurig sind, dass wir gehen und uns sehr vermissen werden. Dann hat sich das Mädchen mit den Worten „We love you“ zu uns umgedreht und total angefangen zu weinen. Auch für uns wurde es an dieser Stelle sehr emotional.

Als wir dann angefangen haben zu kochen, kamen immer wieder Kinder zum Küchenfenster und haben uns kleine Briefe durch das Fenster gereicht.

Die Nudeln haben den Kindern sehr gut geschmeckt und zum Glück haben wir auch genug gekauft gehabt. Somit war das Kochen zwar unglaublich anstrengend aber ein voller Erfolg.

Als wir uns zum Schulschluss von den Schülern unter Tränen verabschiedet hatten, hatten die Lehrer noch eine Überraschung für uns. Gemeinsam sind wir zu einem Grillbereich gefahren und haben dort gegrillt. Die Lehrer und der Schulleiter haben Reden gehalten und sich bei uns bedankt. Auch wir haben natürlich ein paar Worte gesagt. Dann haben wir auch die von uns gestaltete Fotocollage überreicht, welche von dem Kollegium bejubelt wurde. Später mussten wir uns dann leider auch von den Lehrer verabschieden.

 

Wieder in Deutschland

Nun bin ich wieder in Deutschland und schaue zurück auf das wahrscheinlich beste Jahr meines Lebens. Ich habe in diesem Jahr viele nette Menschen getroffen und kennengelernt, viel über mich selber gelernt und einen Teil der Südafrikanischen Kultur verinnerlicht.

Es fällt mir noch schwer mich wieder in Deutschland einzuleben und ich vermisse Südafrika sehr.

Dennoch muss das leben weiter gehen. Seit 3 Tagen sind nun unsere Nachfolger Hannah und Colin in Südafrika und werden unser Projekt weiterführen. Ich selber weiß, dass ich eines Tages nach Südafrika zurückkehren werde, sobald ich Zeit dazu habe. Südafrika hat einen wichtigen Teil in meinem Herzen eingenommen und wird es auch immer bleiben. Ich habe in Südafrika ein zweites Zuhause gefunden und auch eine riesige Familie – die Ben Sinuka.

 

 

 

 It's in our hands to make a difference 
2.8.2017

Kurz vor Ende meiner Südafrika Zeit haben wir mit dem Bemalen einer Frontwand noch eine bleibende Botschaft hinterlassen. 

Sportsdays

 

Etwas verspätet aber besser als nie kommt jetzt noch ein Eintrag zu den Sportsdays, welche wir in den Tagen vor den Ferien veranstaltet haben. 

 

Für die Sportsdays haben wir uns mit allen anderen PE-Freiwilligen einige Stationsspiele überlegt und vorbereitet. Mit dabei waren Dosenwerfen, Torwandwerfen, Dreibeinlauf, Limbotanz und noch einige weitere Sportspiele. Als erstes sind wir mit allen Freiwilligen zur Lamani Primary School gegangen und haben den Sportsday dort veranstaltet. Den nächsten Tag waren wir dann an der Charles Duna Primary School. Am vorletzten Tag vor den Ferien waren wir dann bei uns an der Schule. 

Da nach den Klausuren, die die Wochen vorher geschrieben wurden, viele Kinder nicht mehr zur Schule kommen, waren von den 420 Schülern nur etwa 60 da, was aber kein großes Problem darstellte. Wir teilten die Kinder nach Alter und Klassenstufe in Gruppen ein und jeweils ein Freiwilliger hat die einzelnen Gruppen dann an den Stationen begleitet. 

Die Kinder hatten eine Menge Spaß. Einige Gruppen sind die Spiele mit etwas mehr Ehrgeiz angegangen, andere haben mehr Wert auf den Spaß gelegt. Dabei haben sich unsere Schüler extrem gut benommen, was die ganze Sache für uns sehr erleichtert hat. 

Die Sportsdays waren somit ein voller Erfolg! 

Bilder werden noch folgen. 

 

      I

Nelson Mandela Tag
21.7.

Am Dienstag den 18.7. war der jährlich gefeierte Geburtstag des mittlerweile verstorbenen Nationalheldes Nelson Mandela.
Anlässlich dieses besonderen Tages wurden wir freiwilligen zu einer Veranstaltung in New Brighton eingeladen, welche unter dem Namen ,,Brighten up New Brighton" lief. Hintergrund des Feiertages ist es traditionell 67 Minuten lang etwas soziales zu tun (abgeleitet von den 67 Jahren, in denen Mandela für eine gerechte, humane und freie Gesellschaft gekämpft hat).
Bei der geplanten Aktion ging es darum, Müll aufzusammeln, welcher auf den Straßen in Massen herumliegt.
Da bis auf Hannah und mich alle anderen Freiwilligen beschäftigt waren, sind wir nur zu zweit zu dem Event gefahren. Stattgefunden hat das alles an und um die Pendla Primary School.
Nachdem wir mit vielen anderen Helferb und auch einigen Schülern in 67 Minuten einen riesigen Haufen Müll gesammelt haben, wurde an det Schule noch ein Fest gefeiert.
Zu unserer (positiven) Verwunderung, wurden wir sofort mit in die geplanten Spiele für dir Kinder eingeplant, welche wir letztendlich alleine geleitet haben.
Danach sollte es noch für alle (etwa 300 Leute) Hotdogs geben, wobei wir geholfen haben, indem wir die Brötchen für alle aufgerissen haben.
Wir hatten einen sehr schönen aufregenden Tag und ich denke wir haben vielleicht auch eine Botschaft setzen können, indem wir mitgeholfen haben aufzuräumen, obwohl wir mit dem Müll eigentlich nichts zu tun haben. Außerdem konnten wir einige Kontakte knüpfen, welche in Zukunft eventuell wertvoll werden könnten.

East London Boys Soccer Tournament
21.7.


Nachdem letztes Jahr die Mädchen die Chance hatten am Fußballturnier teilzunehmen, gab es nun erstmals auch ein Jungen-Turnier. Ich selber habe an dem Turnier nicht teilgenommen, da ich zu der Zeit meine Schwester und einen Freund zu Besuch hatte, mit denen ich ein paar sehr schöne Tage in PE verbracht habe.
An meiner Stelle ist stattdessen Eiko von der Lamani Primary School eingesprungen und hat Leonie und mein Team mit ihr zusammen betreut.
Zu den Spielverläufen kann ich leider nicht viel berichten, jedoch haben unsere Jungs wohl sehr sehr gut gespielt und sind am Ende auf dem 4. Platz gelandet.
Glücklicherweise hat mein Kumpel Leon ein kurzes Video zu dem Turnier gedreht, welches ein paar Impressionen von dem Turnier liefern kann.

Auslug in den Addo Elephant National Park

10.6.2017

 

Am Donnerstag haben wir mit 11 Kindern aus Klasse 4 und 5 einen Ausflug in den Addo gemacht. 

Im Vorfeld bedeutete das für uns eine Menge Arbeit. Nachdem wir die Idee mit den Lehrern und dem Schulleiter abgesprochen hatten, mussten wir eine Auswahl an Kindern treffen, da wir nur begrenzt Platz haben. Zusammen mit den Lehrern haben wir dann die Kinder ausgewählt, welche aus familiär und/oder finanziell schwierigen Familien kommen. Als nächstes mussten wir uns noch um den Transport kümmern und eine Tour mit Guide im Nationalpark buchen. Am schwierigsten war es die im Vorfeld von den Eltern der Kinder auszufüllenden Dokumente wieder korrekt zurück zu bekommen. Aber am Ende haben wir alle Kinder mmit an Board gehabt. 

Am Donnerstag Morgen haben Leonie und ich ums dann schon früh getroffen um Sandwiches für alle zu belegen. 

Die Stunde fahrt zum Addo verging wie im Flug weil die Kinder sehr gute Laune hatten und sehr aufgeregt waren. Im Park selber haben wir dann Antilopen, Adler, Schakale, Wasserbüffel, Zebras, Warzenschweine und natürlich auch Elefanten gesehen. Einige der Kinder waren so aufgeregt, dass sie sich gar nicht wieder hinsetzen konnten und lieber stehen wollten. Am Ende der gut zwei Stunden langen Tour haben wir dann noch besonders viel Glück gehabt als eine junge Hyäne direkt neben unserem Bus herumgeirrt ist. 

Auf dem Rückweg waren viele der Kinder sehr erschöpft, andere haben mit uns Spiele gespielt. Bei der Tour haben wir die Kinder zum Teil noch einmal vom einer ganz neuen Seite kennen gelernt. So hatten wir einen wunderschönen Tag zusammen, an den sich die Kinder, aber auch wir noch lange erinnern werden. Und wovon wurde die Tour finanziert? Aus euren Spenden, die uns hier schon sehr viel ermöglicht haben. Danke! 

 

Viel Arbeit, wenig Zeit

3.6.2017

 

Was in letzter Zeit bei mir passiert ist? Jede Menge! Zu viel um über alles ausführlich zu schreiben deswegen wird dies eine Kurzzusammenfassung. 

Nachdem wir die Tore fertig gebaut und bemalt haben, haben wir von weiteren Spendengelder noch in etwas Fußball Equipment investiert. Für einen sehr guten Preis haben wir zehn neue Fußbälle, zwei Netbälle (ähnlich wie Basketbälle), Hütchen und eine große Balltasche gekauft. 

 

Unsere Schule nimmt aktuell an einer Leichtathletik Wettkampfserie mit dem Namen ,,Crossrun" teil. Hierbei laufen die Teilnehmer nicht auf einer richtigen Laufbahn, sondern vielmehr durch das Gelände, welches an Sportplätze angrenzt. Als wir erfahren haben, dass vier unserer zwölf Athleten zum nächsten Wettkampf nicht mitfahren werden, da sie sich den Transport dorthin nicht leisten können (ca. 2€ pro Person), haben wir kurzerhand beschlossen, den Transport für alle Kinder zu bezahlen. Dadurch hatten alle die Möglichkeit am Wettbewerb teilzunehmen. 

 

Seit meinem letzten Eintrag haben wir auch mit unserem Mädchen Fußball Team an einem von uns organisierten Turnier teilgenommen. Das ganze fand an der Charles Duna statt und die vier Schulen aus New Brighton, so wie zwei aus Jeffreys Bay nahmen an dem Turnier teil. Anfangs spielten unsere Mädchen sehr gut und haben das Halbfinale erreicht, wo sie leider gegen den klaren Favoriten, die Charles Duna, verloren. Und leider hat dann auch im Spiel um Platz 3 die Motivation der Mädchen nachgelassen, sodass sie am Ende den vierten Platz belegten. Alles in allem haben sich unsere Mädchen, seitdem wir sie im September letzten Jahres angefangen haben zu trainieren, extrem verbessert und können mittlerweile mit den meisten anderen Schulen mithalten.

 

Vor einiger Zeit haben ein paar Deutsche einen Headis-Tisch aus sehr einfachen Materialien an unserer Schule gebaut (Headis ist wie Tischtennis, aber man spielt mit einem größeren Gummiball und nur mit dem Kopf). Nachdem wir vor zwei Wochen eine Headis AG gestartet haben, haben wir nun auch noch den vorher sehr unspektakulären Tisch bemalt in der Ben Sinuka Farbe: grün. 

 

Nächste Woche werden wir mit einigen Schülern aus der vierten und fünften Klasse in den Addo Elephant National Park fahren.

 

Richtige Tore! 

7.5.2017


Die letzte Woche haben Leonie und ich damit verbracht, stationäre Fußballtore in der Schule zu bauen. Wir dachten davon haben die Kinder auch noch etwas nachdem wir wieder nach Deutschland geflogen sind. 

Bereits im Vorfeld haben wir viel unserer Freizeit geopfert um das Baumaterial zu besorgen. Unsere Konstriktion besteht aus Holzpfählen, welche 60cm tief in den Boden einbetoniert wurden und über einem 90 Grad-Rohrwinkel mit der Torlatte verbunden sind. Nun klingt das ganze aber einfacher als es wirklich ist:

Für die Pfähle und den Zement waren wir in vier Baumärkten, bis wir jemanden hatten der die richtigen Pfähle hat und auch liefern kann. Besonders schwierig war es auch die Stahlwinkel zu bekommen. Nachdem wir nacheinander in drei Metallverarbeitungsfirmen weitergeleitet wurden, fanden wir einen Auspuffhersteller der uns die gewünschten Winkel verkaufen konnte. 

Die Hauptarbeit beim Torbau bestand im Graben der Löcher. Da der Boden sehr steinig und lehmhaltig ist und wir nur sehr begrenztes Werkzeug hatten, hat das Ausheben der vier Löcher sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Einige Schüler haben uns geholfen, viele standen leider auch im Weg und haben die Arbeit behindert. 

Nachdem die Löcher endlich tief genug waren, haben wir die drei Meter langen Pfähle so gekürzt, dass das Tor 2,20m hoch ist. Zum Einbetonieren und während der Trockenphase des Betons haben wir die Tore jeweils mit vier Stützen in Position gehalten. 

Am Ende haben wir jetzt zwei, hoffentlich lang haltende, Tore, welche für Fußball und auch für Handball geeignet sind. Die Kinder können es kaum erwarten dass sie ab Dienstag endlich mit richtigen Fußballtoren spielen können. Außerdem können wir dadurch jetzt auch Fußballspiele mit anderen Schulen auf unserem eigenen Schulgelände austragen. 

Und wie auch schon viele Projekte zuvor, wurden die Materialien für die Tore auch wieder aus Spendengeldern finanziert. Vielen Dank dafür! 

Trikots für die Ben Sinuka! 

3.4.


Zusammen mit meinen Eltern sind auch die in Deutschland bestellen und bedruckten Trikots für unsere Schule angekommen. Da unsere vorigen "Schultrikots" nur einfache, dreckige Baumwoll-T-Shirts mit einer Nummer hinten drauf waren, haben wir beschlossen, einen Teil der Spendengelder in einen Trikotsatz zu investieren. Bestellt und bedrucken lassen haben wir das ganze in Göttingen bei "Freckmann", welche uns ein unschlagbares Angebot für den Trikotsatz mit Sporthosen und Druck gemacht haben. Zusätzlich haben sie einige weitere Sporthosen, sowie zwei Fußbälle gespendet. 

Aus diesem Grund können unsere Schüler von jetzt an bei Sportveranstaltungen in richtigen Schultrikots mit Schullogo, Schulname und Nummer auftreten. Die Farbe grün haben wir passend zum Grünton der Schuluniform gewählt. Unsere Schüler haben sich sehr über die neuen Trikots gefreut und insbesondere die Lehrer und der Schulleiter waren sichtlich gerührt über unsere Überraschung. Im Namen unserers Schulleiters, der Lehrer und den Schülern der Ben Sinuka möchte ich mich ganz herzlich für jede einzelne Spende bedanken, welche solche Anschaffungen und Ausflüge nur möglich machen!

Strandausflug

3.4. 


Vergangenen Donnerstag, dem vorletzten Tag vor den Osterferien, haben wir mit unserer Schwimmgruppe einen Ausflug zum Strand gemacht. 

Eigentlich wollten wir an dem Tag das letzte mal mit den Kindern in den Pool gehen, bevor dieser zum Saisonende geschlossen wird. Leider haben wir 3 Tage vorher erfahren müssen, dass der Pool schon früher als geplant zugemacht hat. Da wir unserem Schwimmteam einen vernünftigen Abschluss bieten wollten und nicht einfach nur sagen wollten, dass der Pool schon zu hat und dass ihre Schwimmzeit somit zuende ist, haben wir kurzerhand beschlossen stattdessen zum Strand zu fahren. Als wir den Kindern von unserem Vorhaben erzählt haben, übertreibe ich selber nicht wenn ich sage, dass sie sich vor Freude auf dem Boden gekugelt haben. Obwohl sie nur einige Kilometer vom Meer entfernt leben, scheint ein Strandbesuch trotzdem etwas sehr besonderes für sie zu sein. Sehr schnell und kurzfristig haben Leonie und ich einen Elternbrief aufgesetzt, alles mit den Lehrern und dem Schulleiter abgesprochen und den Transport zum Strand organisiert. 

Nachdem ich vor etwas mehr als einem Monat Besuch von meinem Bruder und seine Freundin hatte, sind seit Mittwoch Abend meine Eltern bei mir zu Besuch. Daher habe ich ihnen am Donnerstag Vormittag die Schule gezeigt und um 11 Uhr sind wir zsm mit den 14 Kindern zum Strand gefahren. Das Wetter war an dem Tag perfekt, mit einem Hitzerekord von etwa 40 Grad. 

Am Strand angekommen haben wir uns erst einmal eine geeignete Stelle gesucht, bevor wir mit den Kindern ins Wasser gegangen sind. Zu unserer Freude haben sich alle Kinder an die Regeln gehalten und sind nicht zu weit ins Wasser gegangen, da von den 14 Kindern keiner gut genug schwimmen könnte, um sich im Meer über Wasser zu halten. Unter der Aufsicht von Leonie, mir, meinen Eltern und einem Rettungsschwimmer waren die Kinder im Wasser, bauten Sandburgen oder spielten Fußball. Zwischendurch verteilten wir Obst, Kekse und etwas zu Trinken. Später stieß sogar noch unserer Kontaktlehrerin Sindi zu uns. Nach etwa 2 1/2 Stunden am  Strand haben wir die Kinder, begleitet von unserer Lehrerin, wieder in das Shuttle zurück ins Township gesetzt. Vorher haben die Kinder sich noch einmal für den wundervollen Tag bei uns bedankt. Und auch ich möchte an dieser Stelle noch einmal Danke sagen, und zwar an euch! Denn der Ausflug wurde durch eure Spenden finanziert! Ihr habt es möglich gemacht, dass die Kinder und auch wir, einen unvergesslichen Tag am Strand verbringen konnten!

Handball Clinic

9.3.


Am vergangenen Samstag fand bei uns in PE die alljährlich von den Freiwilligen organisierte "Handball clinic" statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Kindern den in Südafrika nicht weitverbreiteten Sport, näher zu bringen.

Teilgenommen haben 40 Schüler aus New Brighton, sowie jeweils 10 aus Jeffreys Bay, Berlin und East London.

 Im Vorfeld hatten wir viel Arbeit alles Notwendige zu besorgen und zu organisieren. Wir haben uns entschieden das Event auf dem Gelände der Charles Primary School stattfinden zu lassen, da dies die kostengünstigste und einfachste Möglichkeit darstellte. 

Die Schulen von außerhalb reisten bereits am Vortag an, wo wir sie abends in ihrer Unterkunft willkommen hießen.

Wir selber haben am Samstag morgen dann unsere Schüler an der Ben Sinuka abgeholt, um sie sicher zum Gelände der Charles Duna zu bringen. Um 9 Uhr fing dann unser Programm an. Nach einer kurzen Begrüßung haben wir zuerst ein Freiwilligen Handballspiel veranstaltet, um den Kindern einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie der Sport am Ende aussehen soll. Für mich persönlich hat das besonders Spaß gemacht, da ich vorher jahrelang kein Handball mehr gespielt habe. Nach dem Spiel haben wir die Kinder in 10er Gruppen gemischt, immer zwei von einer Schule mit 8 Kindern von den anderen Schulen. Das hat sehr gut funktioniert und es haben sich sicher einige neue Freundschaften daraus ergeben. Das eigentliche Handball-Programm bestand für die Kinder aus 8 verschiedenen Stationen. An diesen Stationen lernten die Kinder die Basics des Handballs. Dazu gehören neben Prellen und Passen auch das Regelwerk, Torwurf und Angriff bzw. Abwehr. Außerdem hatten wir zwei Stationen an denen das gelernte nochmal in Spielen abverlangt wurde. Ich selber habe die Station zum Passen und Fangen lernen geleitet. Zusätzlich zu den sportlichen Stationen hatten wir im Vorfeld noch T-Shirts für jedes Kind besorgt, welche sie an einer Station selber anmalen konnten. Es war sehr schön zu sehen wie glücklich und stolz die Kindern in ihren selbstbemalten Shirts rumliefen, mit ihren eigenen Logos und Teamnamen. 

Mittags gab es dann etwas zu essen. Durch zusätzliche kurzfristige Essensspenden von einem Supermarkt, gab es mehr als genug zu essen für jeden. Nach dem Essen absolvierten die Gruppen ihre letzten Stationen. Als sportlichen Abschluss haben wir organisiert, dass jedes Team noch ein Freundschaftsspiel gegen ein anderes Team hat. Zu meiner großen Verwunderung sah es tatsächlich nach Handball aus was die Kinder spielten. Und das ganze an nur einem Tag erlernt! Auch zum Abendessen gab es dann wieder reichlich und vielseitig zu essen. Sogar ein Stück Kuchen oder Torte gab es für jedes Kind. Zum Abschluss hat jedes Kind eine Teilnehmermedaille bekommen. Zu unserer großen Freude haben sich alle Kinder sehr gut benommen und es gab nirgendwo ernsthaften Ärger. Schön war es auch von den Kindern zurückgemeldet zu bekommen, dass sie einen unglaublich schönen Tag hatten. Und auch für mich war dies einer der bisher schönsten Tage meiner Zeit hier in Südafrika.

Athletics Competition

29.1.

 

Früher als erwartet fand am Donnerstag schon der von mir angekündigte Leichtathletik Wettbewerb statt. Teilgenommen haben dabei neun der zehn Grundschulen aus New Brighton. Noch bis am Tag vor dem Wettkampf haben wir hart mit den Kindern trainiert, um sie bestmöglichst vorzubereiten. Am Tag des Wettkampfes haben wir uns direkt am Stadion mit den Kindern und Lehrern getroffen, welches etwa 15 Autominuten von der Schule entfernt liegt. Wir waren deutlich vor dem Transport der Kinder am Stadion. Als unsere drei Lehrer im Stadion auftauchen, sagten sie, dass wir unsere Kinder vom Parkplatz abholen sollen, da alle drei Lehrer auch als Organisatoren eingespannt waren. Als wir auf den Parkplatz kamen erlebten wir eine angenehme Überraschung: Die etwa 50 Kinder haben, als sie uns gesehen haben, angefangen zu singen: ,, Leonie and Tom, Leonie and Tom." Das hat uns sehr gerührt. 

Singend und tanzend sind wir dann gemeinsam in das Stadion eingelaufen. 

Als Disziplinen gab es bei dem Tournament: Weitsprung, Kugelstoßen, sowie Sprints und Langstreckenläufe und eine Staffel. Alle Disziplinen waren nach Altersklassen zeitlich unterteilt, so dass es unsere Hauptaufgabe war, die richtigen Kinder zur richtigen Zeit zum richtigen Wettlauf zu bringen. Das war auf Dauer sehr stressig und anstrengend. Nebenbei mussten wir noch Bilder machen, die Kinder anfeuern und sie mit Wasser versorgen. 

Allerdings hat sich die Anstrengung gelohnt: Insbesondere bei den Langstreckenläufen, sowie auch bei den Sprints haben unsere Kinder sehr gute Platzierungen gemacht und auch viele Rennen gewonnen. Dafür sind wir sehr stolz auf unsere Schüler. Jeder von ihnen hat das beste gegeben und das war für uns das wichtigste. Soweit wir wissen, dürfen die besten Sportler des Wettkampfes auf die nächsthöhere Ebene und dürfen sich dort mit den Schülern aus anderen Bezirken messen. Daher werden wir ab jetzt ein Leichtathletik Team weiter trainieren. Besonders stolz bin ich auf einen Schüler der beim Training, nachdem er 1,5 km gelaufen ist und erschöpft auf dem Boden lag sagte: ,, Morgen laufen wir dann 2 km?" Das hat mir die extreme Motivation gezeigt was mich persönlich sehr glücklich macht. 

 

 

 

 

Der Urlaub und Schulanfang

26.1.

 

Es ist jetzt schon über einen Monat her seitdem ich meinen letzten Blogeintrag geschrieben habe. Der Grund dafür ist, dass bis vor zwei Wochen Sommerferien in Südafrika waren. Einen Teil dieser Ferien haben wir daher genutzt um selber in den Urlaub zu fahren. Unser erster Roadtrip ging nach Lesotho und anschließend in die Drakensberge. Dabei hatten wir Aktivitäten wie Reiten, Wandern und Mountainbiken, was alles sehr viel Spaß gemacht hat, auch allein schon wegen der atemberaubenden Landschaft.

Weihnachten verbrachten ich dann gemeinsam mit den Freiwilligen Zuhause in PE. Nach Weihnachten bekam ich Besuch von meinen beiden besten Freunden Pia und Philipp, mit denen wir einen Roadtrip über Silvester nach Kapstadt gemacht haben. Obwohl die Stadt über Neujahr extrem überfüllt war, hatten wir dort eine sehr schöne und aufregende Zeit. Besondere Highlights waren dort der Aufstieg auf den Tafelberg, sowie auf seinen "kleinen Bruder", den Lions Head. Auch viel Spaß bereitet hat uns allen der Besuch in einer Trampolinhalle. Auf dem Rückweg von Kapstadt nach PE, die sogenannte "Gardenroute", haben wir einige Stops eingelegt. Unter anderem haben wir eine Tour durch einen Naturpark gemacht, eine Wanderung zu Seelöwenbänken, sowie einen Besuch im Monkeyland, einem Reservat für Affen. Den Abschluss unseres Roadtrip bildete dann das Surfen in Jeffreys Bay. 

Wir hatten eine unglaublich schöne, unvergessliche Zeit zusammen, bevor Pia und Philipp wieder nach Deutschland geflogen sind. 

 

Zurück in der Schule war der erste Tag im neuen Jahr unglaublich schön. Nachdem ich die Kinder und Lehrer so lange nicht sehen konnte war das Wiedersehen umso schöner. 

Aktuell stellen wir ein Leichtathletik Team, bestehend aus etwa 45 Kindern aus den Klassen 3 bis 7, zusammen. Da nächsten Monat schon der auf den von uns hinarbeitenden Wettbewerb stattfindet, haben wir momentan alle Ohren voll zu tun, um die richtigen Schüler auszuwählen und diese zu trainieren. 

Auch dürfen wir mit dem neuen Schuljahr auch die neuen kleinen Grade R's begrüßen, in die wir uns jetzt schon verliebt haben. Schon die erste Sportstunde mit ihnen ist schon sehr gut und geordnet abgelaufen.

 

 

 

East London Girls Soccer Tournament 

10.12


Letztes Wochenende fand in East London (ca 300km von PE) das jährliche, von den ASC Freiwilligen organisierte, Mädchen Fußballturnier statt. Alle Freiwilligen aus dem Eastern Cape brachten ihre Girls Soccer Teams mit, sofern diese existierten. Somit nahmen neun Teams aus Coffeebay, East London, Berlin, Jeffreys Bay und Port Elizabeth an dem Turnier teil. Auch wir, die Ben Sinuka, nahm dieses Jahr das erste mal an dem Turnier teil, da vorher noch kein Girls Soccer Team vorhanden war. Zusammen mit den drei anderen Schulen aus dem Projekt in PE haben wir einen großen Bus gemietet, in dem wir mit 40 Mädchen und acht Freiwilligen am Freitag morgen nach East London aufgebrochen sind. Von unseren zehn Mädchen aus Grade 6 und Grade 7 erschienen leider nur neun am Treffpunkt. Nach knapp vier Stunden Partystimmung im Bus sind wir in East London an der A. W. Barnes Grundschule angekommen, wo das Turnier stattfand. Den Nachmittag verbrachten wir hauptsächlich mit Musik hören und Tanzen, wobei wir verstellten das wirklich jedes Kind in Südafrika gut tanzen kann. Außerdem haben die Mädchen auch schon etwas Fußball gespielt. 

Nach einer unglaublich kurzen, lauten, ungemütlichen und wenig schlafbringenden Nacht auf dünnen Matten in einem Klassenraum begann am Samstag Vormittag das Turnier. Da wir eine komplett neue und unerfahrene Mannschaft haben, war unser Ziel zunächst einmal eine alzu hohe Niederlage im ersten Spiel gegen die Lamani aus PE zu vermeiden. Jedoch übertrafen unsere Mädchen unsere Erwartungen. Das Spiel endete zwar 0:0, jedoch hatten unsere Mädchen definitiv die besseren Chancen. Das zweite Spiel war gegen eine der beiden Mannschaften aus Coffee Bay. Obwohl unsere Mädchen das erste mal komplett Barfuß spielen mussten, (Die Mädchen in Coffee Bay haben keine Schuhe zum Fußballspielen) konnten sie auch das zweite Spiel mit einem 0:0 beenden. Das dritte und letzte Spiel der Gruppenphase war dann gegen die erfahrene Mannschaft aus Berlin (so heißt ein Dorf in der Nähe von East London). Mit einem Sieg wären wir sicher ins Halbfinale eingezogen, bei einem Unentschieden hätte es ein Elfmeterschießen um den Einzug ins Halbfinale gegeben. Leider bekamen wir unglücklich einen Ball in unser Tor und das Spiel endete 0:1. Nichts desto trotz sind wir unglaublich stolz auf unser Team. Sie haben für eine Anfängermannschaft eine extrem gute Leistung gebracht und unsere Erwartungen an sie weit übertroffen. Auch haben sich unsere Mädchen das gesamte Wochenende sehr vorbildlich benommen, obwohl von unserer Schule kein Lehrer mit anwesend war. 

Am Samstag Abend haben wir noch mit allen Freiwilligen ein Freundschaftsspiel veranstaltet, wobei wir eine Menge Spaß hatten und auch selber mal wieder aktiv werden konnten. 

Am Sonntag stand noch die Heimreise an. Auf dem Weg sind wir jedoch zunächst noch an den Strand mit den 40 Mädchen aus PE gefahren. Gemeinsam hatten wir unglaublich viel Spaß im Wasser, auch wenn es anstrengend war dafür zu sorgen, dass sie nicht zu weit reingehen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Des weiteren haben wir am Strand noch ein Picknick gemacht, bevor wir zurück nach PE gefahren sind. Alle Mädchen, aber auch alle acht Freiwilligen aus PE waren sehr erschöpft vom Wochenende und vom Baden, so dass die erste Stunde fast alle geschlafen haben. Als wir wir Mädchen sicher wieder nach Hause gebracht hatten waren wir sehr glücklich und erschöpft, da das Wochenende auch sehr anstrengend für uns war. 

Es war sehr schön die Schülerinnen näher und auch privat kennenzulernen, was etwas ganz anderes ist als im Schulalltag. Für die Mädchen war es schon etwas besonderes, mal aus ihrem Alltag raus zu kommen und eine für ihre Verhältnisse weite Reise zu bestreiten. 

Finanziert wurde diese Veranstaltung übrigens ausschließlich von euren Spenden! Dank eurer Unterstützung sind solche Projekte nur möglich! Daher möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken :)

Hinten: Leonie, Snaso, Chuma, Lelethu, Thimna, Anelisa, Ich

Vorne: Sinalo, Inathi, Pumlela, Liya

Graduation der Grade R's 

19.11


Am letzten Freitag war die Einschulung unserer Grade R Schüler in die erste Klasse. Die Grade R Schüler besuchen bereits seit ein oder zwei Jahren die Vorschule an der Ben Sinuka, bevor sie dann offiziell eingeschult werden. 

Begonnen hat die Veranstaltung bei uns an der Schule, wo die Vorschüler von einer Marschiertruppe von einer anderen Schule zum eigentlichen Veranstaltungsgebäude begleitet wurden. In einem großen, von der Polizei begleiteten, Umzug sind die Vorschüler so, zusammen mit sehr vielen Schülern und Lehrern unserer Schule durch das Township gelaufen, bis hin zu einer Kirche, wo die Einschulung stattfinden sollte. 

Das Programm vor Ort war sehr vielseitig und abwechslungsreich. Von Reden, über Tanz und Musik und Theater war alles dabei. Wie schon bei der Farewell wurde das Programm immer wieder von lauter Musik unterbrochen und auf einmal haben fast alle Anwesenden inklusive der Grade R's getanzt. Mittendrin Leonie und ich, bis wir beim Tanzen auf einmal sehr im Mittelpunkt standen. 

Besonders schön war das Theaterstück der Grade R's, bei dem sie eine Hochzeit nachspielelten, mit Trauzeugen, Brautpaar, Pastor, Blumenmädchen und sogar einem Kuss am Ende. Der letzte Programmpunkt war dann die offizielle Einschulung, bevor es für alle eine sehr leckere selbst gekochte Mahlzeit gab. Für mich persönlich war dieser Tag für mich ein Highlight hier in Südafrika. Die Kinder sahen unglaublich süß aus und ich hatte einen riesen Spaß und bin sehr dankbar, dass ich diesen wichtigen Tag mit den Kindern, Lehrern und Eltern zusammen verbringen durfte. Weitere Bilder werden noch folgen.

Farewell der 7. Klasse

9.11


Am vergangenen Wochenende hatte unsere 7. Klasse ihre Farewell (=Verabschiedung).

Das Schuljahr entspricht in Südafrika auch dem normalen Jahr und nach den Sommerferien (=deutsche Winterferien) werden die Schüler auf die High school gehen. Die Farewell bestand aus einem kleinem dreitägigen Ausflug in ein Camp am Stadtrand von PE. Da es für meine Projektpartnerin und mich leider nicht möglich war, das ganze Wochenende an der Veranstaltung teilzunehmen, sind wir nur am Samstag für einen Tag zur Farewell gefahren. Das in der Natur gelegene Camp bestand aus einem Hauptgebäude mit großer Küche und einem Saal, drei kleinen Hütten zum Schlafen und einem Pool. Letzterer stellte offensichtlich das Highlight für die Schüler dar. Den ganzen Tag planschten die Jugendlichen im Pool, wobei die meisten wahrscheinlich nicht einmal richtig schwimmen können, was jedoch relativ unproblematisch war, da der Pool nicht besonders tief war. So haben wir den Tag über die Jugendlichen am Pool unterhalten, mit ihnen Fußball gespielt und Musik gehört. Außerdem haben wir in der Küche beim Kochen mitgeholfen. Am Nachmittag begann dann der offizielle Teil der Verabschiedung. Von den Lehrern und Schülern, sowie vom Schulleiter wurden Reden gehalten, welche immer wieder von lauter Musik unterbrochen wurden. Auf einmal stehen dann alle auf und fangen an zu Tanzen, was eine sehr schöne Abwechslung war. An einige Schüler wurden dann noch Auszeichnungen für besondere innerschulische Leistungen verliehen. Zum Ausklang des offiziellen Teiles gab es dann das zuvor gekochte Essen, welches unglaublich lecker war. Leider mussten wir uns dann auch schon wieder auf den Heimweg machen, da wir vor der Dunkelheit zurück sein wollten. Der Tag hat uns sehr gefallen und bedauern jetzt schon, dass wir die Farewell der jetzigen 6. Klasse nächstes Jahr wohl nicht miterleben werden können. 



Schwimmunterricht

27.10


Seit letzter Woche haben wir mit dem Schwimmunterricht für 14 Schüler aus den Klassen 4, 5 und 6 begonnen. Das Schwimmprojekt wurde bereits von unseren Vorfreiwilligen geplant, konnte aber aufgrund des Winters nicht mehr von ihnen begonnen werden. Da es nun so langsam richtig warm in PE wird, konnten wir letzte Woche das Projekt starten. Etwa fünf Minuten mit dem Auto von unserer Schule entfernt, gibt es einen großen Pool, den wir für unseren Schwimmunterricht kostenfrei nutzen dürfen. 

In der ersten Stunde galt es für uns erst einmal einen Überblick über die Schwimmfähigkeiten der Mädchen und Jungen zu bekommen. Dabei haben wir festgestellt, dass die meisten von ihnen zwar keine Angst vorm Wasser haben, aber die Schwimmfähigkeiten noch sehr ausbaufähig sind. Aber bereits in der zweiten Stunde (heute), haben wir schon große Fortschritte bemerkt, sowohl bei der Angst vorm Wasser, als auch bei den Beinbewegungen, welche den Grundbaustein beim Erlernen vom Schwimmen darstellen. Allerdings mussten wir die Stunde schon nach 40 Minuten beenden, da es durch den sehr starken Wind zu kalt für die Kinder wurde. Bilder vom Unterricht werde ich hochladen, sobald es welche gibt. 


Anfang der Woche hat es das Wetter leider nicht zugelassen, dass wir draußen Sport machen konnten. Daher haben wir spontan in unserem Raum mit den Kindern Papierflieger gebaut und sie anmalen lassen. Zusätzlich haben wir mit einigen Klassen Englischunterricht gemacht und ihnen beigebracht, wie man sich selber vorstellt. Wir sind der Meinung, dass es für das spätere Leben, gerade in Hinsicht auf den knappen südafrikanischen Arbeitsmarkt, grundlegend wichtig ist, sich gut auf Englisch vorstellen zu können. Zur Auflockerung haben wir zwischendurch Spiele auf Englisch gespielt, welche auch einen Lehrfaktor beinhalteten. 



Was gibt's Neues? 

10.10.


Eigentlich passiert mehr als ich hier im Blog schreiben könnte. Ich werde mich daher an dieser Stelle auf einige Dinge beschränken. 

Zuerst einmal hatten unsere Soccer Girls ihr erstes Fußballmatch gegen die Mädchen von Hannah und Nele von der Jarvis Primary School. Mit unseren beiden Autos haben wir unsere Mädchen zur Jarvis gefahren. An dieser Stelle hatten wir ein kleines unerwartetes Problem: Ein paar der Mädchen hatten Angst vorm Autofahren. Aber nach einigem guten Zureden stiegen die Mädchen dann aber auch ins Auto. Das Spiel selber war, wie auch erwartet, sehr chaotisch. Ich selber war mitten drin, da ich den Schiedsrichter gegeben habe. Leider ging das Spiel am Ende 0:4 für die Jarvis aus. Zuerst waren unsere Mädchen merklich traurig, als wir aber zurück an der Ben Sinuka waren, haben sie gemeinsam lautstark Lieder gesungen und getanzt, was Leonie und mich auch sehr gefreut hat. Somit haben wir alle bei dem Spiel etwas gelernt: unsere Mädchen haben ihre ersten Fußballspiel-Erfahrungen gemacht und wir wissen nun wesentlich besser, was wir mit den Mädchen trainieren müssen. 

Letzte Woche Montag und Dienstag haben wir Paintball gespielt und waren in der Umgebung um PE wandern. Beim Paintball hatten wir eine menge Spaß und beim Wandern haben wir einige unvergessliche Ausblicke gehabt.


Am Freitag haben Hannah und ich Celvin und Tabea in ihrer Einsatzstelle, dem Haven Kinderheim, besucht. Zusammen haben wir mit den Kindern dort einige Sportspiele, sowie Stopptanz gespielt. Es war für uns eine sehr schöne Erfahrung auch diese Einsatzstelle kennenzulernen, gerade weil sie sich von den vier Schulen sehr stark unterscheidet. 

Am Wochenende bin ich mit fünf anderen Freiwilligen aus PE zum Canyoning gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir bei der höchsten Brücken-Bungee-Sprungstelle der Welt gehalten, was wir im Laufe der nächsten 10 Monate noch machen wollen.

Beim Canyoning folgt man einem Bach-/Flusslauf wobei man verschiedene Hindernisse überwinden muss. Zum Schutz vor Verletzungen und dem kalten Wasser trugen wir zwei Neoprenanzüge übereinander, sowie Kletterausrüstung. Das Canyoning selber bestand dann aus Sprüngen, Klettern, Ziplining, Abseilen und Schwimmen. Trotz der beiden Neoprenanzüge war es sehr kalt auf Dauer. Trotzdem haben die 3,5 Stunden viel Spaß gemacht. 


Leider mussten wir heute in der Schule feststellen, dass in unsere Schule eingebrochen wurde. Alle Computer, welche wir mühsam in unserer freien Zeit in Gang gebracht haben, wurden gestohlen, so dass unsere geplanten Computerlessons erstmal in weite Ferne gerückt sind. Leonie und ich hatten uns schon sehr darauf gefreut endlich mit dem Computerlab anzufangen, desto größer war nun die Enttäuschung, dass das nun kaum mehr möglich sein wird. Für mich persönlich ist es komplett unverständlich, wie man eine so arme Schule beklauen kann. Dennoch macht mir die Arbeit weiterhin unglaublich viel Spaß. 



Addo Elephant National Park

3.10.


Am Sonntag den 2.10 sind wir in den Addo Elephant Park gefahren, ein Nationalpark , der etwa 60 km entfernt von PE liegt. Zusammen mit drei anderen Freiwilligen aus Berlin und Port Alfred sind wir mit drei Mietautos zum Park gefahren. Im Park selber kann man mit den eigenen Autos auf ausgeschriebenen Routen fahren, welche zum Teil Asphaltiert sind, zum Großteil aber aus Erd-und Schotterpisten mit vielen Schlaglöchern bestehen. Für mich als Fahrer war dadurch ein hohen Maß an Konzentration gefordert. Jedoch konnte ich auch gleichzeitig noch die Tiere, welche wir sehen konnten, beobachten und einige Fotos machen. So haben wir schon sehr am Anfang glücklicherweise hautnah einige der für den Park namensgebenden Elefanten gesehen, welche direkt an unserer Route standen. Neben sehr vielen Elefanten haben wir noch zahlreiche Büffel, Zebras, Schildkröten, Vögel, Warzenschweine und auch einen Schakal gesehen. Leider hatten wir nicht das Glück einen Löwen oder einen Leoparden zu Gesicht zu bekommen. Aber das wird sich hoffentlich bei einem nächsten Besuch ändern... Wir hatten als Gruppe einen sehr schönen Tag im Addo Elephant National Park, welcher für mich persönlich aber auch sehr anstrengend war, da ich mich den ganzen Tag mit um die Mietautos kümmern musste, vom Mieten übers Fahren, hin zum Reinigen und wegbringen. Hinzu kamen die vielen neuen Eindrücke des Tages. Anbei noch ein paar Bilder aus dem Park:


Surfwochenende in Jeffreys Bay 

26.9


So bis jetzt habe ich nur über die Arbeit berichtet. Natürlich haben wir neben der Arbeit am Wochenende auch etwas Freizeit. So haben wir am vergangenen Wochenende unsere Mitfreiwilligen im 80 km entfernten Jeffreys Bay besucht. Jeffreys Bay gehört zu den weltbekanntesten Surfhotspots. Gemeinsam haben wir dort am Samstag und am Sonntag jeweils 1,5 Stunden Surfunterricht genommen. Nach kurzer Zeit haben sich beim Surfen schon die ersten Erfolge gezeigt und auch das aufstehen beim Surfen auf der Welle hat schnell funktioniert. Alle hatten unglaublich viel Spaß und wir werden in Zukunft wohl noch das ein oder andere Mal surfen gehen. 



Über Projekte, Probleme und Herausforderungen

13.9


Seit etwas über zwei Wochen arbeite ich nun an der Schule und möchte nun etwas über unsere anstehenden Projekte, Herausforderungen, aber auch über Probleme die wir haben, berichten. 

Letzte Woche haben wir neben dem Sportunterricht einen alten Klassenraum, welcher mittlerweile als Abstellraum genutzt wurde und komplett vermüllt war, mit Hilfe des Schulpersonals wieder nutzbar gemacht. Diesen Raum können wir nun das Jahr über nutzen. Geplant ist dafür in Zukunft dort bei schlechtem Wetter etwas Sport machen zu können, oder aber eventuell Kunstunterricht zu geben. Des weiteren haben wir festgestellt, dass unsere Schule über einige alte Computer verfügt. Diese wollen wir wieder in Gang bekommen, so dass wir zusätzlich auch noch Computerkurse anbieten können. Jedoch wird das noch etwas dauern, da die Instandsetzung vermutlich sehr lange dauern wird. 

Aktuell haben wir gestern mit dem Fußballtraining der 6. Klassen gestartet. Sowohl die Mädchen, als auch die Jungen dieser Klasse spielen sehr gerne Fußball und nächste Woche haben wir wahrscheinlich das erste Spiel gegen eine andere Schule im Township. In naher Zukunft möchten wir außerdem noch Nachmittags Fußballmannschaften aus den Klassen 4, 5 und 7 gründen, da das Interesse an Fußball hier riesig ist. 

Jedoch haben wir auch einige Probleme hier, an denen wir aktuell arbeiten. Zum einen wird direkt am Rand unseres Sportfeldes der Schulmüll verbrannt. Bei ungünstigem Wind fliegt jedoch der Plastikmüll auf dem ganzen Platz umher, gestern sogar ein brennendes Müllteil. Hinzu kommt der Gestank und die gesundheitsschädlichen Gase, die bei der Verbrennung von Plastik entstehen. Aus diesem Grund versuchen wir momentan den Bereich um die Müllverbrennungsstelle nur wenig für unseren Sportunterricht zu nutzen. 

Ein weiteres Problem stellen die immer wieder aufs neue auf dem Platz aufzufindenen Glasscherben dar. Gerade weil einige Kinder Barfuß Sport betreiben stellen diese eine extrem große Gefahr da. Wir können nicht genau sagen woher die Scherben kommen, vermutlich von über den Schulzaun geschmissenen Flaschen. Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als die Scherben zusammen mit den Kindern jedes mal aufs neue aufzusammeln. 

Beim Sportunterricht selber haben wir immer wieder mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Besonders die Klassengröße, mit teilweise über 50 Kindern, erschwert es einen Überblick zu behalten und Mannschaften einzuteilen. Hinzu kommt die Sprachbarriere. Gerade die kleineren, aber auch einige der größeren sprechen nahezu kein Englisch, sondern Xhosa. Mit meinem Englisch fühle ich mich mittlerweile schon relativ sicher, jedoch tue ich mich noch sehr schwer mit Xhosa. Insbesondere die vielen verschiedenen Klicklaute dieser Sprache sind sehr schwierig. Jedoch habe ich schon einige Wörter gelernt, die einem beim Sportunterricht helfen. Ansonsten verstehen die Kinder Spiele und Übungen am besten, indem man sie ihnen vormacht. Aus diesem Grund ist der Sportunterricht auch für uns Freiwillige, sowohl körperlich und auch mental sehr anstrengend. Nichts desto trotz macht mir die Arbeit unglaublich Spaß. Es erfüllt einen sehr die Kinder, die sonst nicht viel in ihrem Leben haben, so lachen und glücklich zu sehen, wie sie es sind, wenn sie Sport machen dürfen. Einige Kinder bedanken sich nach jeder Sportstunde. Am besten gefallen haben mir neulich die Vorschulkinder, welche sich nach der Stunde mit den Worten "Tank you, Tom" verabschiedet haben. 

Falls ihr irgendwelche Fragen, Kritik, Ideen oder Anregungen habt, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen. 

Erster Schultag

30.8

 

Heute hatten wir unseren ersten richtigen Schultag an den Schulen. Vorweg muss hierbei gesagt werden, dass die Kinder in ihrer normalen Schuluniform Sport machen, was hier aber überall an den Schulen normal ist. Die erste große Herausforderung war die riesige Sprachbarriere zwischen uns und den Grade R Kindern. Grade R sind die Vorschulkinder, welche demnach auch nahezu noch kein Englisch können. Zum Glück hat uns die Lehrerin beim Erklären und Übersetzen geholfen. Trotzdem war es immer noch eine große Herausforderung. Danach hatten wir die etwas älteren Kinder aus der 2. Klasse, die zum Glück schon einige Spiele kannten und etwas Englisch verstehen. Zuletzt hatten wir eine 3. Klasse als eine andere Lehrerin uns noch ihre Klasse da ließ, da sie keine Zeit mehr für die Kinder hatte. Daher haben wir die etwa 90 Kinder aufgeteilt und zuerst in zwei kleineren Gruppen Spiele gespielt. Zuletzt haben wir zusammen mit allen Kindern noch ein Fangspiel gespielt. 

Alles in allem hatten wir einen sehr guten Start an der Schule, jedoch war es auch sehr anstrengend und heiß. 

Zudem kommen in den Pausen immer sehr sehr viele Kinder an und wollen auf den Arm genommen werden oder einfach nur Aufmerksamkeit bekommen. Trotzdem, oder genau deswegen hat mir der Tag große Freude bereitet. 

 

 

Vorstellung in den Einsatzstellen 

29.8


Heute wurden wir an allen fünf Einsatzstellen vorgestellt. 

Die vier Schulen liegen alle in New Brighton, einem Township bei PE. 

Die Kinder, sowie auch die Lehrer und Mitarbeiter sind alle unglaublich freundlich und offen. Egal wo wir waren, kamen die Kinder an und haben gewunken, einen umarmt, den Daumen gezeigt oder wollten auf den Arm genommen werden. Auch die anderen Lehrer haben sich sehr gefreut, dass wir neuen Freiwilligen da sind und die Schulen weiter unterstützen werden. Morgen haben wir dann unseren ersten richtigen Arbeitstag in den Schulen. Ich freue mich schon das nächste Jahr in der Ben Sinuka Primary School zu arbeiten. 

Zuletzt haben wir noch das Haven Kinderheim besucht, wo auch zwei Freiwillige von uns arbeiten werden. Insgesamt war es sehr schön alle Einrichtungen zu sehen und die Menschen dort kennenzulernen. 





Reise und erste Eindrücke

 27.8.


Nach einem schweren Abschied von Freunden, Familie, Freundin und meinem Hund, ging es am Mittwoch (24.8) los. Der Flug ging ab Hannover über Johannisburg, wo wir 5 Stunden Aufenthalt hatten, nach Port Elizabeth(=PE), meinem zukünftigen Wohnort für die nächsten 12 Monate. 

Uns wurde immer wieder gesagt, dass es in PE sehr windig sein soll. Das haben beim Ausstieg aus dem Flugzeug auch direkt zu spüren bekommen. 

Vom Flughafen wurden wir von unserem Ansprechpartner vor Ort und zwei Freiwilligen abgeholt und zu unseren Unterkünften gefahren. 

Der Verkehr hier ist kein Vergleich zu Deutschland. Alles geht hier etwas wuseliger von statten aber partnerschaftliches Fahren ist hier gang und gebe. 

Ich wohne jetzt mit meinem Mitbewohner Celvin in einem kleinen Häuschen, welches aus einem Küchenzimmer, einem Schlafzimmer und dem Badezimmer besteht. Mein Bett steht mit im Küchenzimmer, was aber kein Problem darstellt. Neben unserem Flat haben Imke und Hannah im Haupthaus unserer Vermieter ihr Zimmer. 

Am Montag werden wir dann an den Schulen in den Townships vorgestellt und ab Dienstag arbeiten wir dann ganz regulär.

Ein erster Einblick für euch. Weitere Bilder werden folgen
Ein erster Einblick für euch. Weitere Bilder werden folgen